Erdkunde · Spiel für die ganze Klasse

Kartenjagd.

Am Beamer steht ein Ziel: eine Stadt, ein Fluss, ein Gebirge, ein Meer. Jedes Kind setzt seinen Pin auf die Karte im eigenen Gerät. Dann deckst du auf: Ein Bogen zeigt bei jedem, wie weit es daneben lag – und vorn erscheinen alle Pins der Klasse auf einmal.

Gemessen wird auf der echten Erde, nicht auf dem Kartenbild. Wenig Strafpunkte gewinnen. Keine Anmeldung, kostenlos.

Spiel leiten Mitspielen Allein üben

So läuft es

Eine Partie in vier Schritten

Du brauchst ein Gerät am Beamer. Die Klasse braucht Tablets, Handys oder Rechner mit Browser.

1. Partie eröffnen

Spielart, Klassenstufe und Karte wählen. Der Beamer zeigt QR-Code, Spiel-Code und PIN. Die Kinder treten mit einem Spitznamen bei.

2. Ziel zeigen

„Rhein“, „Kilimandscharo“ oder „Ostsee“ erscheint vorn und auf jedem Gerät. Wer will, zoomt mit zwei Fingern hinein.

3. Pin setzen

Antippen setzt den Pin, „Pin abgeben“ schickt ihn. Bis zum Aufdecken darf jedes Kind ihn noch verschieben.

4. Aufdecken

Vorn regnen alle Pins auf die Karte, dann leuchtet das Ziel auf. Verteilung und Rangliste folgen. Jedes Kind sieht auf seinem Gerät seinen eigenen Bogen und seine Punkte.

Messen

Wohin tippen, was wird gemessen?

Orte und Berge sind Punkte. Gemessen wird vom Pin bis zum Ort. Ganz nah dran zählt als Volltreffer – eine Stadt ist ja kein Punkt, und ein Finger trifft nie aufs Pixel.

Flüsse sind Linien. Es zählt die nächste Stelle des Flusses. Niemand muss die Quelle treffen.

Länder, Bundesländer, Seen, Meere, Inseln, Gebirge und Wüsten sind Flächen. Ein Pin darin ist ein Volltreffer. Liegt er außerhalb, zählt der Weg bis zum Rand – bis zur Grenze, zur Küste oder zum Ufer.

Exakt auf der Erde. Jede Karte verzerrt, die Weltkarte besonders. Darum misst das Spiel nicht auf dem Bild, sondern auf dem Erdellipsoid (WGS84) – auf den Meter genau. Wir haben das gegen ein unabhängiges Rechenwerk geprüft.

Punkte. Ein Strafpunkt steht für ein festes Stück der Karte: auf der Weltkarte für 50 km, auf der Europakarte für etwa 23 km, auf der Deutschlandkarte für etwa 3 km. Mehr als 100 Strafpunkte gibt es für ein Ziel nie. Gleichstand? Dann zählen erst die Volltreffer, dann der mittlere Abstand.

Spielarten

Von der Klassik bis zum Nebelflug

Klassik

Gemischte Ziele, Ländergrenzen helfen. Der Einstieg.

Stumme Karte

Nur die Küsten. Jetzt zählt die Karte im Kopf.

Nebelflug

Nur das Gradnetz ist zu sehen. Für Profis ab Klasse 9.

Kontinent-Reise

Jede Runde ein anderer Kontinent – Europa, Afrika, Asien, Amerika, Ozeanien.

Themenrunde

Nur Flüsse, nur Gebirge, nur Meere oder nur Thüringen.

Hauptstadt-Sprint

Hauptstädte mit wenig Zeit je Ziel.

Gradnetz-Peilung

„Setze den Pin auf 30° N, 60° O.“ Übt Längen- und Breitengrade.

Team-Duell

Vier Teams, es zählt der Teamschnitt. Gut für Klassen mit wenigen Geräten.

Finale

Nach einer Partie spielen die vier Besten fünf Ziele um den Sieg.

Im Erdkunde-Unterricht

Ziele für Klasse 5 bis 10

Klasse 5/6: Kontinente und Ozeane, Thüringen, die Bundesländer mit ihren Hauptstädten, Flüsse und Gebirge Deutschlands, Staaten und Hauptstädte Europas.

Klasse 7/8: Afrika, Süd- und Mittelamerika, Südostasien, Vulkane, Wüsten und das Gradnetz.

Klasse 9/10: Nordamerika mit Bundesstaaten und Provinzen, Russland und Zentralasien, Australien, die EU, Weltstädte und Meeresstraßen.

Die Auswahl folgt den Räumen des Thüringer Lehrplans Geografie und dem topografischen Orientierungswissen der Bildungsstandards. Eine verbindliche Liste gibt es nicht – das entscheidet die Fachkonferenz. Frühere Stufen spielen immer mit: In Klasse 8 kommen auch die Ziele aus Klasse 5 und 6 wieder.

Mehr als ein Spiel. Die Klassen-Karte nach dem Aufdecken zeigt, wo die Klasse das Ziel vermutet hat. Liegen viele Pins am selben falschen Ort? Das ist der Gesprächsanlass: Warum dachten so viele, Wien liegt westlich von Prag? Und warum sieht Grönland auf manchen Karten so riesig aus?

Grenzen. Die Karten folgen der deutschen Rechtsauffassung: Die Krim gehört zur Ukraine, der Kosovo ist ein eigener Staat, der Status der Westsahara ist ungeklärt.

Hinweise für Lehrkräfte

Vor der ersten Stunde

Einmal vorher ausprobieren. Öffne die Spielleitung am Beamer-Gerät und tritt mit deinem Handy bei. So siehst du beide Seiten und prüfst das Schul-WLAN.

Erst üben, dann wetteifern. Die Einführung im Training erklärt mit drei Probewürfen, wie gemessen wird. Wer schwächer ist, übt vorher allein – die Fehlerjagd holt falsch gesetzte Ziele so lange zurück, bis sie sitzen.

Namen ansagen. Die Spitznamen stehen am Beamer in der Rangliste. Sag vorher: Vorname oder Spitzname, kein Nachname.

Vollbild. „Am Beamer zeigen“ blendet Menü und Browserleisten aus.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Nein. Sie brauchen den Spiel-Code und die PIN vom Beamer oder den QR-Code und einen Vor- oder Spitznamen. Es gibt keine Konten und keine Passwörter.

Auf dem Server liegen nur die Spitznamen und die Pins der laufenden Runde. Die Pins werden gelöscht, sobald die nächste Runde beginnt. Mit „Partie beenden“ ist sofort alles weg. Sonst läuft eine Partie nach 4 Stunden ohne Aktivität ab, spätestens nach 12 Stunden. Es werden keine IP-Adressen gespeichert und keine Cookies gesetzt.

Nur vorn am Beamer nach dem Aufdecken – und dort ohne Namen. Auf dem eigenen Gerät sieht jedes Kind nur seinen eigenen Pin, seine Punkte und seinen Platz.

Auf den Meter genau auf dem Erdellipsoid WGS84. Grenze sind die Karten selbst: Sie stammen aus Natural Earth im Maßstab 1 : 10 Millionen, Küsten und Grenzen sind dort auf etwa einen halben Kilometer genau. Für ein Spiel mit Strafpunkten von mehreren Kilometern ist das mehr als genug.

Ja. Im Team-Duell teilen sich mehrere Kinder ein Gerät. Ganz ohne Geräte spielt die Klasse im Training gemeinsam am Beamer, und es gibt eine stumme Karte zum Ausdrucken.

Nein. Wie alles auf dieser Seite: kostenlos, ohne Anmeldung, ohne versteckte Kosten.
Steve Wagner, Lehrer

Wer dahintersteckt

Steve Wagner

Lehrer an einer Regelschule

Ich unterrichte Wirtschaft-Recht-Technik, Medien & Informatik sowie Deutsch als Zweitsprache. Vieles, was ich für meinen eigenen Unterricht erstelle, ist zu schade, um in der Schublade zu verschwinden. Deshalb teile ich mein Material hier – kostenlos, ohne Anmeldung und für alle, die es brauchen können: Kolleginnen und Kollegen genauso wie Schülerinnen und Schüler.