Medien & Informatik · Codierung

Codierung

Wie aus einem Buchstaben ein Code wird. Jedes Mal, wenn du eine Sprachnachricht schickst, im Internet surfst oder eine SMS bekommst, steckt Codierung dahinter. Hier lernst du, was das genau bedeutet – und probierst es an drei ganz unterschiedlichen Beispielen selbst aus.

Grundlagen

Was ist Codierung eigentlich?

Eine feste Regel fürs Umwandeln

Codierung heißt: Ein Zeichen (z. B. der Buchstabe „A") wird nach einer festen Regel in andere Zeichen übersetzt – zum Beispiel in Punkte und Striche, in Nullen und Einsen oder in ein Symbol. Ein Zeichen kann dabei auch zu mehreren neuen Zeichen werden. Wer die Regel kennt, kann jederzeit zurückübersetzen.

Nicht nur am Computer

Codierung ist viel älter als Computer. Eine Ampel codiert „Anhalten" als Rot. Die Blindenschrift codiert Buchstaben als tastbare Punktmuster. Auch das Kopfnicken für „Ja" ist ein Code – eine Bewegung, die für eine Bedeutung steht.

Zwei Gründe zu codieren

Manchmal soll ein Code jeder verstehen können, der die Regel kennt – so wie Morsecode oder Binärcode. Manchmal soll ein Code genau das verhindern und eine Nachricht vor Mitlesenden verstecken – das nennt man dann eine Geheimschrift.

Kurz getestet

Verstanden?

Zwei kurze Fragen zum Aufwärmen, bevor es auf den nächsten Seiten ans Codieren und Decodieren geht.

Was bedeutet Codierung?

Codierung Medien & Informatik Klasse 5/6

Was bedeutet "Codierung"?

  • Ein Bild wird bunter gemacht.
  • Ein Computer wird ausgeschaltet.
  • Ein Text wird einfach lauter vorgelesen.
  • Eine Information wird nach festen Regeln in ein anderes Zeichensystem übertragen.

Übertragungscode oder Geheimcode? (1)

Codierung Medien & Informatik Klasse 5/6

Richtig oder falsch?

  • Morsecode und die Freimaurer-Chiffre verfolgen genau dasselbe Ziel.

Übertragungscode oder Geheimcode? (2)

Codierung Medien & Informatik Klasse 5/6

Richtig oder falsch?

  • Binärcode ist eine Übertragungs- und Speicherform, keine Geheimschrift.

Häufige Fragen

Noch Fragen zur Codierung?

Ist Codierung dasselbe wie Verschlüsselung?

Nein. Codierung ist erst einmal neutral: Ein Zeichen wird nach einer festen Regel in andere Zeichen übersetzt, damit es übertragen oder gespeichert werden kann – jeder darf die Regel kennen. Verschlüsselung ist eine besondere Codierung, die genau das verhindern soll: Nur wer den passenden Schlüssel hat, soll zurückübersetzen können. Die Freimaurer-Chiffre auf dieser Seite ist so ein Beispiel für eine (allerdings sehr einfache) Verschlüsselung.

Wo begegnet mir Codierung im Alltag?

Ständig, meist ohne dass es auffällt: QR-Codes und Strichcodes auf Verpackungen, Emojis und Buchstaben in jeder Nachricht (die im Hintergrund als Binärcode gespeichert werden), Verkehrszeichen, die Blindenschrift – sogar eine Ampel codiert „Anhalten" einfach als Rot.

Muss ich Morsecode oder Binärcode auswendig lernen?

Nein. Wichtiger ist, das Prinzip zu verstehen: fest verabredete Regeln, nach denen Zeichen umgewandelt werden. Für die Codes selbst reichen die Nachschlagetabellen auf den einzelnen Seiten völlig aus – genau dafür sind sie da.

Warum gibt es überhaupt so viele verschiedene Codes?

Weil sie unterschiedliche Aufgaben lösen. Morsecode überträgt Nachrichten über weite Strecken mit einfachster Technik. Binärcode speichert Zeichen so, wie Computer sie verarbeiten können. Die Freimaurer-Chiffre versteckt eine Nachricht vor Mitlesenden. Ein Code, der für alle drei Aufgaben gleich gut wäre, gibt es nicht.

Für Lehrkräfte

Lösungen

Das Lösungs-PDF enthält alle zwölf Übungen der Übersicht und der drei Themenseiten mit Lösung und Erklärung.

Was das Lösungs-PDF enthält

Aufgaben in der Reihenfolge der Seiten – Übersicht, Morsecode, Binärcode, Freimaurer-Chiffre –, jede mit Lösung und Erklärung.

Lösungen als PDF A4, mit Kopf- und Fußzeile – Lösungen zu allen zwölf Übungen, QR-Code zur Reihe.

Steve Wagner, Lehrer

Wer dahintersteckt

Steve Wagner

Lehrer an einer Regelschule

Ich unterrichte Wirtschaft-Recht-Technik, Medien & Informatik sowie Deutsch als Zweitsprache. Vieles, was ich für meinen eigenen Unterricht erstelle, ist zu schade, um in der Schublade zu verschwinden. Deshalb teile ich mein Material hier – kostenlos, ohne Anmeldung und für alle, die es brauchen können: Kolleginnen und Kollegen genauso wie Schülerinnen und Schüler.