Codierung · Geheimschrift
Freimaurer-Chiffre
Buchstaben, versteckt im Raster. Anders als Morse- oder Binärcode ist die Freimaurer-Chiffre kein Übertragungscode, sondern eine echte Geheimschrift: Jeder Buchstabe wird zum Rand eines Feldes in einem Raster – wer die Legende nicht kennt, sieht nur Striche und Punkte ohne Sinn.
Hintergrund
Geschichte und Funktionsprinzip
Ein Vereinscode, kein Militärgeheimnis
Ähnliche Gitter-Chiffren gab es schon lange vorher. Bekannt wurde das System im 18. Jahrhundert durch Freimaurer-Logen, die damit Notizen und Dokumente vor Nicht-Mitgliedern schützten – daher der Name. Trotz des Namens war sie also eher ein Vereinscode als eine hochsichere Militärverschlüsselung.
Buchstabe = Platz im Raster
26 Buchstaben werden auf zwei Raster verteilt: ein 3×3-Gitter (zweimal, für A–I und J–R) und zwei Kreuze (für S–V und W–Z). Jeder Buchstabe bekommt einen festen Platz – sein Symbol ist genau der Rand, der um diesen Platz gezeichnet ist.
Der Punkt macht den Unterschied
Zwei Buchstaben können denselben Feldrand teilen, z. B. „A" und „J". Damit man sie unterscheiden kann, bekommt der Buchstabe aus der zweiten Hälfte des Alphabets (J–R bzw. W–Z) zusätzlich einen Punkt in der Mitte.
Zum Anschauen
Ein Wort in Symbolschrift
So sieht das Wort „SCHATZ" verschlüsselt aus.
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Freimaurer-Chiffre-Umwandler
Klartext in Symbole umwandeln – oder Symbole über die Tastatur unten zurück in Klartext übersetzen. Bei Bedarf hilft die Legende.
Ergebnis
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Wie entsteht ein Freimaurer-Zeichen?
Wodurch entsteht bei der Freimaurer-Chiffre das Zeichen für einen Buchstaben?
Ist die Freimaurer-Chiffre wirklich sicher?
Richtig oder falsch?
- Die Freimaurer-Chiffre wird bis heute von Geheimdiensten verwendet, weil sie kaum zu knacken ist.
Häufige Fragen
Noch Fragen zur Freimaurer-Chiffre?
Ist das wirklich sicher?
Nein, nicht nach heutigen Maßstäben. Jeder Buchstabe hat immer dasselbe Symbol – wer das Raster einmal gesehen hat, kann jeden Text sofort mitlesen. Für echte Sicherheit bräuchte es wechselnde Schlüssel, wie sie moderne Verschlüsselung nutzt.
Wer hat sie erfunden?
Eine einzelne erfindende Person ist nicht bekannt – ähnliche Gitter-Chiffren gab es schon vor den Freimaurern. Bekannt wurde das System aber vor allem durch seine Nutzung in Freimaurer-Logen im 18. Jahrhundert, daher der Name.
Warum brauchen J–R und W–Z einen Punkt?
Weil sonst zwei Buchstaben dasselbe Symbol hätten: „A" und „J" liegen zum Beispiel auf demselben Platz im Raster. Der Punkt zeigt: Dieser Buchstabe kommt aus der zweiten Hälfte des Alphabets.
Gibt es Zahlen oder Satzzeichen in diesem Code?
Im klassischen System nicht – es deckt nur die 26 Buchstaben A bis Z ab. Der Umwandler oben markiert alles andere (Zahlen, Satzzeichen) deshalb als unbekanntes Zeichen.
