Medien & Informatik · Klasse 6
Die drei Schutzziele
Sehen, verändern, da sein: Was „sicher“ in der Informatik bedeutet.

Aus dem Alltag
Drei Dinge, die schiefgehen können
Am Montag passieren an Mias Schule drei Dinge. Erstens: Jemand hat die Klassenliste mit allen Adressen fotografiert und herumgeschickt. Zweitens: Im Notenprogramm steht bei Tom plötzlich eine 5 statt einer 2. Drittens: Das Schulportal ist abgestürzt, keiner kommt an die Hausaufgaben.
Alle drei Dinge sind „unsicher“ – aber auf ganz verschiedene Art. Was ist der Unterschied?
Deine Aufgabe: Finde für jedes der drei Dinge ein Wort: Was wurde da eigentlich verletzt?
Frag bei jedem: Wurde etwas gelesen? Wurde etwas verändert? Ist etwas weg?
Erklärt
Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit
In der Informatik gibt es drei große Ziele, wenn es um den Schutz von Daten geht. Man nennt sie die drei Schutzziele. Jedes Ziel hat einen eigenen Satz – und den solltest du auswendig können:
Vertraulichkeit
Nur wer darf, kann die Daten sehen. Deine Chats liest niemand außer dir und deinem Chatpartner. Die Klassenliste sehen nur Lehrkräfte. Verletzt, wenn jemand Fremdes mitliest – wie beim Foto der Klassenliste. Ein Passwort schützt vor allem die Vertraulichkeit.
Integrität
Die Daten sind nicht verändert worden. Deine Note bleibt die Note, die die Lehrkraft eingetragen hat. Dein Referat bleibt dein Referat. Verletzt, wenn jemand heimlich etwas ändert – wie bei Toms 5 statt 2. Integrität heißt NICHT „geheim“, sondern „unverändert und echt“.
Verfügbarkeit
Die Daten sind da, wenn man sie braucht. Das Schulportal läuft, wenn die Hausaufgabe hochgeladen werden soll. Die Fotos sind noch da, wenn man sie ansehen will. Verletzt, wenn etwas weg ist oder nicht erreichbar – wie beim abgestürzten Portal oder bei einem Virus, der alle Fotos verschlüsselt.
Nur Berechtigte sehen die Daten. Frage: Wurde es gelesen?
Die Daten sind unverändert. Frage: Wurde es verändert?
Die Daten sind da. Frage: Ist es weg oder gesperrt?
Die Prüffragen für jede Situation
- Gelesen? → Vertraulichkeit verletzt.
- Verändert? → Integrität verletzt.
- Weg oder nicht erreichbar? → Verfügbarkeit verletzt.
- Manchmal sind es zwei auf einmal: Wer dein Passwort hat, liest (Vertraulichkeit) und kann ändern (Integrität).
Sichern
Ins Heft und zwei Aufgaben
Vertraulichkeit: Nur wer darf, kann die Daten sehen. Integrität: Die Daten sind nicht verändert worden. Verfügbarkeit: Die Daten sind da, wenn man sie braucht.
10. Die drei Schutzziele
Vertraulichkeit bedeutet: Nur wer darf, kann die Daten .
Integrität bedeutet: Die Daten sind nicht worden.
Verfügbarkeit bedeutet: Die Daten sind , wenn man sie braucht.
Beispiel aus Mias Schule: Klassenliste fotografiert = , Note geändert = , Portal abgestürzt = .
Die drei Sätze stehen in den drei Schritten – genau so brauchst du sie.
Deine Aufgabe
Welches Schutzziel ist verletzt?
Lies jede Situation und entscheide: Welches Schutzziel wurde verletzt?
Ich ordne Situationen den drei Schutzzielen Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu.
Lies jede Situation und entscheide: Welches Schutzziel wurde verletzt?
Jemand hat heimlich deinen Referatstext gelöscht und Quatsch hineingeschrieben.
Du kannst dich nicht ins Schulportal einloggen, weil der Server abgestürzt ist.
Ein Fremder liest deine privaten Chatnachrichten mit.
Ein Angreifer macht aus deiner Note 1 eine 6 im Notenprogramm.
Ein Virus verschlüsselt alle Fotos auf dem Familien-PC, keiner kommt mehr dran.
Jemand fotografiert die Klassenliste mit allen Adressen und schickt sie herum.
Deine Aufgabe
Die drei Schutzziele erklären
Wähle in jedem Satz das passende Wort.
Ich erkläre Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit mit je einem Satz.
Wähle in jedem Satz das passende Wort.
- Vertraulichkeit bedeutet: Nur wer darf, kann die Daten ___.
- Integrität bedeutet: Die Daten sind nicht heimlich ___ worden.
- Verfügbarkeit bedeutet: Die Daten sind ___, wenn man sie braucht.
- Ein Passwort schützt vor allem die ___ deiner Daten.