Wirtschaft-Recht-Technik · Reihe · Klasse 8

Der Markt

Was macht einen Ort – oder eine App – zum Markt? Brötchen beim Bäcker, ein Rad aus der Kleinanzeigen-App, Emirs Job als Zeitungsbote: Sieben Lektionen, in denen die Klasse Märkte im eigenen Alltag erkennt, Anbieter und Nachfrager unterscheidet und durchrechnet, warum ein Bäcker seinen Preis nicht beliebig erhöhen kann. Jede Lektion endet mit einem neuen Fall, den die Klasse selbst löst – an der Beamer-Wand wird verglichen.

Nach der Reihe

Was die Klasse danach kann

Märkte erkennen

Angebot, Nachfrage und Preis in jeder Situation finden – auch in einer App oder im Klassenchat.

Rollen unterscheiden

Anbieter und Nachfrager benennen und erkennen, dass dieselbe Person beides sein kann.

Entscheidungen erklären

Einflussfaktoren der Nachfrage und der Anbieter auf neue Fälle anwenden.

Preise begründen

Preis = Herstellungskosten + Gewinn – und warum Wettbewerb die Preise begrenzt.

Zwei Wege durch die Reihe

Im Unterricht mit Lernraum – oder allein

Jede Lektion läuft gleich: ein Fall, etwas zum Entdecken, der Hefteintrag, dann ein neuer Fall zum Anwenden. Die Schreibfelder sind für die Auswertung an der Beamer-Wand gebaut. Öffnet die Lehrkraft einen Lernraum, landen die Antworten gesammelt am Beamer – ohne Anmeldung, ohne Namen. Ohne Raum funktioniert jede Lektion genauso, die Antworten kommen dann ins Heft.

1

Selbstständig lernen

Jede und jeder im eigenen Tempo. Kein Raum, keine Anmeldung, keine Verbindung nach außen.

  • Direkt loslegen – oder einen Link und QR-Code für die Klasse erzeugen
  • Der Fortschritt bleibt im Browser des jeweiligen Geräts
  • Die Tafelbilder lassen sich allein ausprobieren – sie speichern nichts
Mit Lektion 1 beginnen

Deine Lehrkraft hat einen Raum geöffnet? Hier trittst du bei.

2

Mit Lernraum im Unterricht

Die Lehrkraft öffnet einen Raum, die Klasse tritt per QR-Code bei. Die Antworten aus den Schreibfeldern werden an der Wand gemeinsam ausgewertet.

  • Sehen, welches Gerät in welcher Lektion steht
  • Antworten einsammeln und am Beamer vergleichen
  • Geräte anhalten, Lektionen freigeben, gemeinsam springen
  • Im Lehrerpanel: Hinweise und Erwartungshorizont je Lektion
  • Am Ende alle Antworten als PDF – ohne Namen, mit Tier-Kennung
Die 7 Lektionen. Läuft ein Raum, zeigt die Tabelle, wo die Klasse gerade ist.
LektionWorum es geht
1 · Überall MarktLenas Samstag: Wo ist ein Markt, wo nicht? Die Leitfrage der Reihe.
2 · Wie ein Kauf entstehtEmirs Rad aus der App: der Verhandlungstisch und der Ablauf eines Kaufs.
3 · Anbieter und NachfragerAylin verkauft und kauft: Rollen hängen an der Handlung, nicht an der Person.
4 · Die NachfragerVier Kopfhörer, fünf Käufer: Geld, Bedürfnisse und Einflussfaktoren.
5 · Die AnbieterBäckerei Krause im Preis-Rechner: Kosten, Gewinn und die Konkurrenz gegenüber.
6 · MarktartenWochenmarkt oder App? Virtuelle Märkte und drei Arten, Märkte einzuteilen.
7 · Der Markt-CheckEin neuer Markt zum Selbstlösen, die Leitfrage und der Test.

Das Tafelbild

Die Reihe auf einen Blick

Die Hefteinträge der sieben Lektionen folgen diesem Tafelbild. Im letzten Schritt vergleicht die Klasse ihr Heft damit.

Sketchnote „Der Markt“ in fünf Feldern. 1. Was ist ein Markt: Verkäufer bieten Produkte an, Käufer fragen Produkte nach, am Ort des Zusammentreffens folgen Preisverhandlungen und der Kauf; Sprechblase: Am Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander, es entwickelt sich ein Preis. 2. Die Marktteilnehmer: Anbieter verkaufen, Nachfrager kaufen Produkte. 3. Die Nachfrager: Überlegungen zu Geld und Bedürfnissen, Ziel möglichst viele Bedürfnisse befriedigen, deshalb preissensibel; Einflussfaktoren Preis, persönliche Einstellung, Regionalität, Service, Image der Marke; bei zu hohem Preis Wechsel zu billigeren Produkten. 4. Die Anbieter: Ziel hoher Preis, Preis gleich Herstellungskosten plus Gewinn, mehrere Anbieter im Wettbewerb; Einflussfaktoren Produktionskosten, Kundennachfrage, Marktpreis, Kapazitäten, Lagerbestand, Innovationen, Trends. 5. Marktarten: nicht ortsgebunden, virtuelle Märkte; Tabelle Zeitpunkt (Weihnachtsmarkt), Standort (Supermarkt), Art des Gutes (Arbeitsmarkt).
Tafelbild „Der Markt“. Tippen vergrößert das Tafelbild.

Vorbereitung

Was du vorher wissen solltest

Schreibfelder an die Wand

Jede Lektion hat offene Eingabefelder. Im Lernraum landen die Antworten gesammelt am Beamer – ausgewertet wird gemeinsam. Auf den Seiten steht keine Musterlösung.

Vier Personen, drei Reihen

Lena, Emir, Paul und Aylin aus der 8b tauchen in allen drei Markt-Reihen auf – dazu Bäckerei Krause und der Sneakerladen „Kicks“.

Heft mitführen

Jede Lektion hat einen Hefteintrag mit Lücken. Die Nummern folgen dem Tafelbild der Reihe.

Danach

Die Reihe „Preisbildung“ baut direkt auf: Dort zeichnet die Klasse Angebot und Nachfrage in ein Diagramm.

Für Lehrkräfte

Lösungen

Unten die gefüllten Hefteinträge zum Nachschlagen. Das Lösungs-PDF enthält jede Aufgabe der Reihe mit Lösung und den Erwartungshorizont zu allen Schreibfeldern – auf den Lektionsseiten selbst steht keine Musterlösung.

Hefteinträge und Lösungen anzeigen
  1. Lektion 1 Am Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Verkäufer bieten Produkte an, Käufer fragen Produkte nach. Dabei entwickelt sich ein Preis. Ein Geschenk ist kein Markt, weil es keinen Preis und keine Gegenleistung gibt.
  2. Lektion 2 Verkäufer bieten Produkte an → Käufer fragen Produkte nach → Preisverhandlung → beide einverstanden → Kauf entsteht. Ein Kauf kommt nicht zustande, wenn der Käufer höchstens weniger zahlen will, als der Verkäufer mindestens haben will (keine Einigung).
  3. Lektion 3 Anbieter = verkaufen Produkte. Nachfrager = kaufen Produkte. Produkte sind Waren und Dienstleistungen. Aylin ist beim Pulli Anbieterin und bei der Jacke Nachfragerin.
  4. Lektion 4 Nachfrager überlegen: Wie viel Geld habe ich? Welche Bedürfnisse habe ich? Ziel: möglichst viele Bedürfnisse befriedigen – deshalb sind Nachfrager preissensibel. Einflussfaktoren: Preis, persönliche Einstellung, Regionalität/Herkunft, Service/Beratung, Image der Marke. Bei (zu) hohem Preis wechseln Nachfrager zu billigeren Produkten.
  5. Lektion 5 Ziel: Produkte zum möglichst hohen Preis verkaufen. Preis = Herstellungskosten + Gewinn Mindestens die Herstellungskosten decken, besser: Gewinn machen. Mehrere Anbieter im Wettbewerb → Preise nicht beliebig steigerbar. Einflussfaktoren: Produktionskosten, Kundennachfrage, Marktpreis, eigene Kapazitäten, Lagerbestand und Lagerkosten, Neuentwicklungen, Trends.
  6. Lektion 6 Ein Markt ist nicht immer ein fester Ort. Es gibt virtuelle Märkte, zum Beispiel Online-Handel oder Aktienhandel. Möglich machen das Internet und das Smartphone. Nach dem Zeitpunkt: zum Beispiel Weihnachtsmarkt, Ostermarkt, Zwiebelmarkt. Nach dem Standort: zum Beispiel Supermarkt, Flohmarkt, Automarkt. Nach der Art des Gutes: zum Beispiel Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Energiemarkt.

Lösungen als PDF A4, mit Kopf- und Fußzeile – Lösungen zu allen Aufgaben, gefüllte Hefteinträge, Erwartungshorizont der Schreibfelder.

Datenschutz

Ohne Namen, ohne Konto

Die Klasse braucht keine Anmeldung. Wer einem Raum beitritt, bekommt ein Tier und eine Farbe als Kennung – kein Name, keine Klassenliste, keine E-Mail-Adresse. Geschriebene Antworten liegen nur, solange der Raum läuft, und verschwinden mit ihm. Was in den Tafelbildern passiert, bleibt im Browser.

Steve Wagner, Lehrer

Wer dahintersteckt

Steve Wagner

Lehrer an einer Regelschule

Ich unterrichte Wirtschaft-Recht-Technik, Medien & Informatik sowie Deutsch als Zweitsprache. Vieles, was ich für meinen eigenen Unterricht erstelle, ist zu schade, um in der Schublade zu verschwinden. Deshalb teile ich mein Material hier – kostenlos, ohne Anmeldung und für alle, die es brauchen können: Kolleginnen und Kollegen genauso wie Schülerinnen und Schüler.