Medien & Informatik · Reihe
Sicheres Verhalten
Alles aus der Reihe kompakt zusammengefasst – plus ein kurzer Abschluss-Check.
Zwei Wege
Passwort oder Passphrase?
Neun Module lang ging es darum, was schiefgeht. Jetzt geht es darum, was man stattdessen tut.
Beides ist sicher. Nur eines davon hält man auch durch.
Klassisches Passwort
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Schwer zu merken, leicht zu vergessen, wird deshalb oft aufgeschrieben oder wiederverwendet – beides ein Risiko.
Passphrase
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Vier bis fünf zufällige Wörter aneinandergereiht – durch die schiere Länge sehr schwer zu knacken (siehe Modul „Kombinatorik"), dabei leichter zu merken als ein Zeichensalat.
Deine Aufgabe: Sprecht zu zweit: Welches der beiden könntet ihr euch in einer Woche noch merken?
Der Kanon
Zehn Regeln im Überblick
Fünf Dinge, die man tun sollte. Fünf, die man lassen sollte. Zu jeder steht das Modul dabei, in dem ihr den Grund gesehen habt.
✓ Für jeden Dienst ein eigenes Passwort
Ein Leak betrifft dann nur ein einziges Konto (Modul „Passwort-Recycling").
✓ Mindestens 12 Zeichen, besser eine Passphrase
Länge schlägt Komplexität (Modul „Kombinatorik").
✓ Einen Passwort-Manager nutzen
Merkt sich alle Passwörter für dich – du merkst dir nur eines.
✓ Wo möglich: 2FA oder Passkey aktivieren
Ein zweiter Riegel vor der Tür (Modul „2FA & Passkeys").
✓ Links in E-Mails misstrauen
Im Zweifel die Seite selbst über die Suchmaschine aufrufen (Modul „Phishing erkennen").
✕ Nie das Passwort einer anderen Person nutzen
Auch mit Erlaubnis fremder Konten – strafbar nach § 202a StGB.
✕ Nie Namen, Geburtsdaten oder „123456"
Stehen ganz oben auf jeder Leak-Liste (Modul „Datenleaks").
✕ Nie ein Passwort per Telefon oder Chat weitergeben
Kein seriöser Dienst fragt danach.
✕ Nie „gratis Diamanten/Skins" für Login-Daten glauben
Klassischer Köder auf Gaming-Plattformen (Modul „Phishing erkennen").
✕ Nie dasselbe Passwort für E-Mail und alles andere
Das E-Mail-Postfach ist der Generalschlüssel zu fast allen anderen Konten.
Deine Aufgabe: Such dir die drei Regeln heraus, gegen die du bisher am ehesten verstoßen hast.
Im Ernstfall
Die Panikbremse
Du hast eine gruselige Mail bekommen („Konto gesperrt") oder sollst dich unerwartet einloggen? Drei Schritte reichen fast immer.
1 · STOPP
Nichts anklicken. Nichts eingeben.
2 · PRÜFEN
Wer ist der Absender wirklich? Domain prüfen (Modul „URL-Lupe").
3 · SELBST TIPPEN
Klicke nie auf den Link. Öffne den Browser neu und tippe die Adresse (z. B. instagram.com) selbst ein. Wenn dein Konto wirklich gesperrt ist, siehst du es auch dort.
Der dritte Schritt ist der wichtigste: Die Adresse selbst eintippen — nie den Link aus der Nachricht nehmen.
Die Probe
Abschluss-Check
Drei Fragen quer durch die ganze Reihe.
Deine Aufgabe: Beantworte alle drei. Wenn du unsicher bist, blätter im Modul nach, das in der Regel genannt ist.
Deine Aufgabe
Passwortsicherheit – Abschluss-Check
Was schützt ein Konto am wirksamsten vor einem Datenleak bei einem anderen Dienst?
Warum ist ein Passkey gegen Phishing-Seiten besonders wirksam?
Eine E-Mail droht mit sofortiger Kontosperrung, wenn du nicht innerhalb von 2 Stunden auf einen Link klickst und dein Passwort bestätigst. Was ist der plausibelste erste Schritt?
Dein Vorsatz
Eine Regel ab heute
Zehn Regeln merkt sich niemand. Eine schon — wenn man sie selbst ausgesucht hat.
Deine Aufgabe: Nenne eine Regel, die du ab heute wirklich einhältst, und was du dafür ändern musst.
Schreib deine Antwort
Eine Regel ab heute
Erst selbst überlegen. Mit „Abschicken" sieht es die ganze Klasse an der Wand.
Ich entscheide mich für eine Regel und sage, was sie mich kostet.
Erst selbst überlegen. Mit „Abschicken" sieht es die ganze Klasse an der Wand.
Such dir aus den zehn Regeln eine aus, die du ab heute wirklich einhältst. Welche ist es — und was musst du dafür ändern?
So kannst du anfangen
- Ich nehme mir vor: …
- Dafür muss ich …
Ins Heft
Was du dir merken musst
Die ganze Reihe in fünf Zeilen.
Ein eigenes Passwort für jeden Dienst.
Mindestens 12 Zeichen — oder gleich eine Passphrase aus mehreren Wörtern.
Einen Passwort-Manager benutzen: Er merkt sie sich, du dir nur eines.
Zwei-Faktor oder Passkey einschalten, wo es geht — zuerst beim E-Mail-Postfach.
Links in E-Mails misstrauen. Im Zweifel die Adresse selbst eintippen.