3 · Küste I: Dynamik & Formen

Kräfte des Meeres: Erosion und Akkumulation

Wissen kompakt

Die Küste ist die Schnittstelle zwischen Land und Meer. Sie ist niemals starr, sondern verändert sich täglich durch die Kraft des Wassers. Zwei Hauptprozesse formen die Küste:

  • Erosion (Abtragung): Wellen reißen Material (Sand, Gestein) mit sich und transportieren es an der Küste entlang.
  • Akkumulation (Ablagerung): Das Material setzt sich an ruhigeren Stellen wieder ab.
Querschnitt einer Flachküste: flaches Wasser mit kleinen Wellen links, ein breiter Sandstrand in der Mitte, rechts niedrige Dünen mit Strandhafer. Pfeile über dem Wasser zeigen zum Land — das Meer lagert dort Sand ab.

Die Flachküste (Akkumulationsküste)

Hier geht das Land sanft ins Meer über. Die Brandung ist oft schwächer. Das Meer lagert Sand und Schlick ab, wodurch Strände, Dünen und das Watt entstehen. Wind weht den Sand zu Dünen auf, die das Hinterland schützen.

Querschnitt einer Steilküste: tiefes Wasser links, eine hohe graue Felswand rechts. Eine Welle schlägt gegen den Fuß des Felsens, der dort eine Kerbe hat, sodass der obere Teil überhängt. Am Fuß liegen abgestürzte Felsblöcke im Wasser.

Die Steilküste (Kliffküste)

Hier trifft das Meer auf festes Gestein. Die Wellen schlagen gegen den Fuß des Felsens und höhlen ihn aus (Brandungshohlkehle). Irgendwann verliert der überhängende Fels den Halt und stürzt ab. Die Küste „wandert" landeinwärts.

Die Gezeiten (Tidenhub)

Der Meeresspiegel hebt und senkt sich ca. alle 6 Stunden. Ursache ist das Zusammenspiel der Anziehungskräfte von Mond und Sonne sowie der Fliehkraft der Erde.

  • Flut: Das Wasser kommt (steigt an).
  • Ebbe: Das Wasser geht (fällt ab).
  • Watt: Der Meeresboden, der bei Ebbe trockenfällt – ein einzigartiger Lebensraum.

Deine Aufgaben

Ordne zu: Wo findet Ablagerung (Sand bleibt liegen) statt, wo Abtragung (Fels bricht weg)? (Flachküste / Steilküste).

Hilfe: Lies den Text im Abschnitt „Wissen kompakt" noch einmal genau.