8 · Gebirge & Wetter
Lawinen, Muren & Klimawandel
Wissen kompakt
Massenbewegungen im Gebirge
Im Gebirge wirkt die Schwerkraft besonders stark. Wenn Material am Hang den Halt verliert, stürzt es zu Tal.
Die Lawine
Schneemassen lösen sich. Auslöser sind oft Neuschnee (zu schwer), Windverfrachtung oder Skifahrer. Staublawinen können Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen.
Die Mure (Erdrutsch)
Ein Brei aus Schlamm, Gestein und Wasser wälzt sich zu Tal. Auslöser ist meist Starkregen, der den Boden aufweicht, bis er „flüssig" wird und abrutscht.
Wetter am Berg: Luv und Lee
Trifft feuchte Luft auf ein Gebirge, muss sie aufsteigen. Dabei kühlt sie ab, der Wasserdampf wird zu Wolken – auf dieser Seite, der Luvseite, regnet es viel. Hinter dem Kamm sinkt die Luft wieder ab und erwärmt sich; auf der Leeseite bleibt es trocken (Regenschatten). Diesen warmen, trockenen Fallwind nennt man in den Alpen Föhn.
Wetterextreme & Klimawandel
Durch die Erderwärmung nehmen Extreme zu:
- Starkregen: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern – wenn es regnet, dann heftiger.
- Dürre & Hitze: Führt zu Ernteausfällen und Waldbränden. Ein Wald ohne Bäume kann den Boden bei Regen nicht mehr festhalten (Gefahr von Erdrutschen steigt).
Deine Aufgaben
Nenne zwei Formen von Massenbewegungen im Gebirge und was dabei abrutscht.
Erkläre die Funktion eines „Bannwaldes" (Schutzwald) für ein Bergdorf.
Untersuche den Zusammenhang: Warum führen Waldbrände im Sommer oft zu stärkeren Erdrutschen im Herbst, wenn es regnet? (Denke an die Wurzeln).