5 · Am Fluss I: Der Lauf des Wassers
Oberlauf, Mittellauf, Unterlauf
Wissen kompakt
Ein Fluss ist ein mächtiges Transportband. Je nach Gefälle (Neigung) verändert er seine Kraft und damit die Landschaft. Wir teilen den Flusslauf in drei charakteristische Abschnitte ein:
Oberlauf (Im Gebirge)
Hier ist das Gefälle steil. Das Wasser fließt sehr schnell und hat viel Kraft. Es dominiert die Erosion (Tiefenerosion). Der Fluss gräbt sich tief in den Fels ein und bildet V-Täler oder Klammen. Er transportiert auch große Gesteinsbrocken.
Mittellauf
Das Gefälle nimmt ab. Der Fluss beginnt, seitlich auszuschwingen. Diese Schlingen nennt man Mäander. Hier herrscht ein Gleichgewicht zwischen Transport von Kies/Sand und Ablagerung. In den Außenkurven wird Ufer abgetragen (Prallhang), in den Innenkurven Material abgelagert (Gleithang).
Unterlauf (Mündungsnähe)
Das Land ist flach. Der Fluss fließt sehr langsam. Er hat keine Kraft mehr für den Transport und lässt feinen Sand und Schlamm fallen. Es dominiert die Sedimentation (Ablagerung). Oft bilden sich breite Deltas.
Deine Aufgaben
Ordne die Begriffe zu: Quelle, Mündung, Oberlauf, Mittellauf, Unterlauf.
Vergleiche die Fließgeschwindigkeit im Oberlauf und Unterlauf. Was bedeutet das für die Größe der Steine, die der Fluss transportieren kann?
Warum sind Flüsse im Unterlauf oft sehr trüb und schlammig, im Oberlauf im Gebirge aber meistens glasklar?