Wirtschaft-Recht-Technik · Reihe · Klasse 8

Preisbildung am Markt

Wer bestimmt den Preis – der Verkäufer, der Käufer oder keiner von beiden? Die 8b verkauft beim Schulfest Waffeln – aber zu welchem Preis? In sechs Lektionen trägt die Klasse Umfragewerte in ein Preis-Mengen-Diagramm ein, findet am Preis-Schieber den Gleichgewichtspreis und prüft, wo das Modell in der Wirklichkeit an Grenzen stößt. Jede Lektion endet mit einem Fall zum Selbstlösen – ausgewertet wird gemeinsam an der Beamer-Wand.

Nach der Reihe

Was die Klasse danach kann

Das Diagramm lesen

Preis auf der y-Achse, Menge auf der x-Achse – Werte ablesen und selbst eintragen.

Kurven begründen

Erklären, warum die Nachfragekurve fällt und die Angebotskurve steigt.

Das Gleichgewicht finden

Gleichgewichtspreis und -menge bestimmen – auch aus einer neuen Tabelle.

Das Modell prüfen

Die Vorteile des Gleichgewichts nennen und Fälle finden, in denen die Wirklichkeit anders läuft.

Zwei Wege durch die Reihe

Im Unterricht mit Lernraum – oder allein

Jede Lektion läuft gleich: ein Fall, etwas zum Entdecken, der Hefteintrag, dann ein neuer Fall zum Anwenden. Die Schreibfelder sind für die Auswertung an der Beamer-Wand gebaut. Öffnet die Lehrkraft einen Lernraum, landen die Antworten gesammelt am Beamer – ohne Anmeldung, ohne Namen. Ohne Raum funktioniert jede Lektion genauso, die Antworten kommen dann ins Heft.

1

Selbstständig lernen

Jede und jeder im eigenen Tempo. Kein Raum, keine Anmeldung, keine Verbindung nach außen.

  • Direkt loslegen – oder einen Link und QR-Code für die Klasse erzeugen
  • Der Fortschritt bleibt im Browser des jeweiligen Geräts
  • Die Tafelbilder lassen sich allein ausprobieren – sie speichern nichts
Mit Lektion 1 beginnen

Deine Lehrkraft hat einen Raum geöffnet? Hier trittst du bei.

2

Mit Lernraum im Unterricht

Die Lehrkraft öffnet einen Raum, die Klasse tritt per QR-Code bei. Die Antworten aus den Schreibfeldern werden an der Wand gemeinsam ausgewertet.

  • Sehen, welches Gerät in welcher Lektion steht
  • Antworten einsammeln und am Beamer vergleichen
  • Geräte anhalten, Lektionen freigeben, gemeinsam springen
  • Im Lehrerpanel: Hinweise und Erwartungshorizont je Lektion
  • Am Ende alle Antworten als PDF – ohne Namen, mit Tier-Kennung
Die 6 Lektionen. Läuft ein Raum, zeigt die Tabelle, wo die Klasse gerade ist.
LektionWorum es geht
1 · Wer macht den Preis?Der Waffelstand der 8b: Wer will was? Das Grundprinzip und die Leitfrage.
2 · Die NachfragekurveLenas Umfrage Punkt für Punkt ins Diagramm: Warum fällt die Kurve?
3 · Die AngebotskurveDie Anbieter-Seite: Warum steigt die Kurve – und warum backt bei 20 Cent niemand?
4 · Der GleichgewichtspreisDer Preis-Schieber: Schnittpunkt, Gleichgewichtspreis, Gleichgewichtsmenge.
5 · Modell und WirklichkeitVier Vorteile des Gleichgewichts – und warum Kino und Mensa anders ticken.
6 · Der Preisbildungs-CheckDer Limo-Stand als neuer Fall, die Leitfrage und der Test.

Das Tafelbild

Die Reihe auf einen Blick

Die Hefteinträge der sechs Lektionen folgen diesem Tafelbild. Im letzten Schritt vergleicht die Klasse ihr Heft damit.

Sketchnote „Preisbildung am Markt“. 1. Grundprinzip: Der Preis entsteht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage; der Marktpreis wirkt regulierend. 2. Das Preis-Mengen-Diagramm: Preis auf der senkrechten, Menge auf der waagerechten Achse; die Nachfragekurve fällt von links oben nach rechts unten (hoher Preis, wenig Nachfrage), die Angebotskurve steigt von links unten nach rechts oben (hoher Preis, viel Angebot); im Schnittpunkt sind angebotene und nachgefragte Menge gleich – dort liegen Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge. 3. Die Akteure: Nachfrager wollen günstig kaufen, Anbieter teuer verkaufen. 4. Warum der Gleichgewichtspreis optimal ist: keine Lagerung, optimale Produktmenge, kein Mangel und keine Überschüsse, Markträumung; Warnhinweis: nur ein theoretisches Modell.
Tafelbild „Preisbildung am Markt“. Tippen vergrößert das Tafelbild.

Vorbereitung

Was du vorher wissen solltest

Kariertes Heft

In Lektion 2 bis 4 zeichnet die Klasse die Kurven ins Heft. Das Tafelbild zeigt, wie es aussehen soll.

Ausgedachte, runde Zahlen

Die Waffel-Zahlen sind erfunden und bewusst glatt (Gleichgewicht bei 2 € und 70 Waffeln). Die Zusammenhänge stimmen.

Schreibfelder an die Wand

Die Anwendungsfälle sind offen gebaut und haben auf der Schülerseite keine Lösung – der Erwartungshorizont steht im Lehrerpanel und im Lösungs-PDF.

Vorher und danach

Baut auf „Der Markt“ auf (Anbieter, Nachfrager, Kosten). Danach folgt „Angebots- und Nachfrageüberhang“.

Für Lehrkräfte

Lösungen

Unten die gefüllten Hefteinträge zum Nachschlagen. Das Lösungs-PDF enthält jede Aufgabe der Reihe mit Lösung und den Erwartungshorizont zu allen Schreibfeldern – auf den Lektionsseiten selbst steht keine Musterlösung.

Hefteinträge und Lösungen anzeigen
  1. Lektion 1 Der Preis entsteht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Nachfrager wollen möglichst günstig kaufen. Anbieter wollen möglichst teuer verkaufen. Der Marktpreis wirkt regulierend: Er gleicht die Wünsche beider Seiten aus.
  2. Lektion 2 y-Achse (P): Preis · x-Achse (M): Menge Die Nachfragekurve verläuft von links oben nach rechts unten. Je höher der Preis, desto weniger Nachfrage. Grund: Nachfrager wollen möglichst günstig kaufen, ihr Geld reicht nicht für alles. Zeichnung: Punkte (130 | 0,50), (110 | 1,00), (90 | 1,50), (70 | 2,00), (50 | 2,50), (30 | 3,00) – eine fallende Gerade.
  3. Lektion 3 Die Angebotskurve verläuft von links unten nach rechts oben. Je höher der Preis, desto mehr wird angeboten. Grund 1: Wer schon anbietet, stellt mehr her. Grund 2: Neue Anbieter kommen dazu. Unter den Kosten bietet niemand an. Zeichnung: Punkte (10 | 0,50), (30 | 1,00), (50 | 1,50), (70 | 2,00), (90 | 2,50), (110 | 3,00) – eine steigende Gerade, die die Nachfragekurve bei (70 | 2,00) schneidet.
  4. Lektion 4 Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage: angebotene Menge = nachgefragte Menge. Es entstehen der Gleichgewichtspreis (Marktpreis) und die Gleichgewichtsmenge. Am Waffelstand: Gleichgewichtspreis 2,00 €, Gleichgewichtsmenge 70 Waffeln. Verkauft wird immer die kleinere der beiden Mengen. Zeichnung: Schnittpunkt (70 | 2,00) mit gestrichelten Linien zu beiden Achsen.
  5. Lektion 5 Keine Lagerung notwendig. Optimale Produktmenge im Markt. Kein Mangel, keine Überschüsse. Niemand bleibt unversorgt: Wer den Preis zahlen will, bekommt die Ware (Markträumung). Wichtig: Das ist nur ein theoretisches Modell. Ein Beispiel, wo es anders läuft: (eigenes Beispiel, z. B. Kino, Mensa, Konzertkarten).

Lösungen als PDF A4, mit Kopf- und Fußzeile – Lösungen zu allen Aufgaben, gefüllte Hefteinträge, Erwartungshorizont der Schreibfelder.

Datenschutz

Ohne Namen, ohne Konto

Die Klasse braucht keine Anmeldung. Wer einem Raum beitritt, bekommt ein Tier und eine Farbe als Kennung – kein Name, keine Klassenliste, keine E-Mail-Adresse. Geschriebene Antworten liegen nur, solange der Raum läuft, und verschwinden mit ihm. Was in den Tafelbildern passiert, bleibt im Browser.

Steve Wagner, Lehrer

Wer dahintersteckt

Steve Wagner

Lehrer an einer Regelschule

Ich unterrichte Wirtschaft-Recht-Technik, Medien & Informatik sowie Deutsch als Zweitsprache. Vieles, was ich für meinen eigenen Unterricht erstelle, ist zu schade, um in der Schublade zu verschwinden. Deshalb teile ich mein Material hier – kostenlos, ohne Anmeldung und für alle, die es brauchen können: Kolleginnen und Kollegen genauso wie Schülerinnen und Schüler.