Der Prozessor

Rechnet blitzschnell – aber kann er sich auch etwas merken?

Ein kleiner Prozessor in der Bildmitte, von dem Linien zu Zahnrad, Plus-Zeichen, Pfeil und Blitz führen; darüber ein Kühler mit Lüfter und Wärmewellen.

Aus dem Alltag

Der warme Turm

  • Zu zweit

Mitten auf der Hauptplatine sitzt ein Metallblock mit vielen dünnen Rippen und einem Lüfter obendrauf. Noah fasst vorsichtig an: noch lauwarm. „Das ist der Kühler“, erklärt Ela. „Darunter steckt der Prozessor – ein Chip, nicht größer als eine Briefmarke.“ Noah staunt: „So klein? Und warum braucht der eine Klimaanlage?“

Was tut so ein kleiner Chip, dass er gekühlt werden muss?

Deine Aufgabe: Überlegt zu zweit: Was muss ein Computer in einer einzigen Minute Spielzeit alles ausrechnen? Sammelt Beispiele.

Tipp: Denkt an Punkte, Figuren, die sich bewegen, die Uhr, Leben, Gegner …

Ausprobieren

Rechnen ohne Gedächtnis

  • Zu zweit

So geht das Experiment

  • Ihr braucht: eine Partnerin oder einen Partner, einen kleinen Zettel und einen Stift.
  • Rollen: Person A liest vor. Person B ist der Prozessor und rechnet.
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Runde 1: nur im Kopf

A liest langsam vor, B rechnet im Kopf mit und darf nichts aufschreiben: 7 plus 8 – das mal 2 – minus 6 – plus 12 – geteilt durch 4 – plus 17 – mal 3.

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Die Störung

Nach „minus 6“ fragt A dazwischen: „Was hast du gestern zu Abend gegessen?“ B antwortet – und rechnet dann weiter.

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Runde 2: mit Zettel

A denkt sich eine neue Kette mit sieben Schritten aus, wieder mit Störung. Jetzt darf B jedes Zwischenergebnis auf den Zettel schreiben – und den Zettel danach zerknüllen.

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Vergleichen

In welcher Runde lag B richtig? Wozu war der Zettel da – und warum durfte er danach in den Müll?

Deine Aufgabe: Schreibt euer Ergebnis in einem Satz auf: „Mit Zettel war es …, weil …“

Was du gesehen hast

  • Rechnen klappt im Kopf. Viele Zwischenergebnisse zu behalten, klappt schlecht – mit Störung erst recht.
  • Der Zettel hat nicht gerechnet. Er hat nur aufbewahrt, was gerade gebraucht wurde.
  • Genau so ist es im Computer – was das bedeutet, erklärt die nächste Station.
Lösung Runde 1
Ergebnis der ersten Kette: 78 (15 → 30 → 24 → 36 → 9 → 26 → 78).

Erklärt

Der Chef, der rechnet

  • Mit der Klasse
Ein kleiner quadratischer Prozessor; an der Unterseite sieht man viele winzige Kontakte.
So sieht es aus: Der Prozessor Der Chip von unten gesehen: Die vielen Beinchen sind Kontakte zur Hauptplatine. Im Computer liegt auf ihm der Kühler.
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CPU – die zentrale Recheneinheit

Der Prozessor heißt auch CPU. Die Abkürzung kommt aus dem Englischen: Central Processing Unit, die Einheit in der Mitte, die alles verarbeitet. Er steckt in seinem quadratischen Sockel auf der Hauptplatine.

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Er arbeitet Befehle ab

Jedes Programm ist eine lange Liste von Befehlen: „Rechne das aus“, „vergleiche das“, „mach dort weiter“. Der Prozessor arbeitet sie ab – Milliarden in jeder Sekunde.

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Er verteilt Aufträge

Der Prozessor sagt den anderen Bauteilen, was sie tun sollen: „Festplatte, gib mir die Datei!“, „Grafikkarte, mal das Bild!“ Deshalb nennt man ihn oft das Gehirn oder den Chef des Computers.

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Viel Arbeit macht heiß

Bei so viel Arbeit wird der Chip warm. Der Kühler mit Lüfter bläst die Wärme weg. Ist er verstaubt, bremst sich der Prozessor selbst, damit er nicht überhitzt – auch so kann ein Spiel ruckeln.

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Aber: Merken kann er sich fast nichts

Für Zwischenergebnisse hat der Prozessor selbst nur winzig wenig Platz. Alles, woran er gerade arbeitet, muss irgendwo bereitliegen. Das hast du im Experiment gerade selbst gemerkt. Wo die Zwischenergebnisse liegen, erfährst du in Lektion 4.

CPU

Central Processing Unit – die zentrale Recheneinheit.

Milliarden

Rechenschritte in jeder Sekunde.

Kühler

Ohne Kühlung würde der Chip zu heiß.

In der Computer-Schule

Der Prozessor ist der schnellste Kopfrechner der Schule, der außerdem allen sagt, was als Nächstes zu tun ist. Aber er hat kein Heft dabei – er braucht eine Tafel, auf der die Zwischenergebnisse stehen.

Sichern

Ins Heft und zwei Aufgaben

  • Einzelarbeit
Merksatz

Der Prozessor (CPU) rechnet für den ganzen Computer. Er arbeitet die Befehle der Programme ab und gibt den anderen Bauteilen Aufträge.

Er rechnet blitzschnell, kann sich selbst aber fast nichts merken. Weil er dabei heiß wird, braucht er einen Kühler.

In dein Heft · Lektion 3

3. Der Prozessor

Der Prozessor heißt auch . Er ist die zentrale .

Er arbeitet die der Programme ab und gibt den anderen Bauteilen .

Weil er heiß wird, sitzt auf ihm ein .

Rechnen kann er schnell, kann er sich fast nichts.

Unser Experiment: Mit Zettel war es .

Deine Aufgabe

Kann der Prozessor das allein?

Zieh jede Karte in die passende Spalte.

Ich unterscheide, was der Prozessor selbst kann und wofür er andere Bauteile braucht.

Medien & Informatik Klasse 5 Klasse 6 Bauteile des Computers

Zieh jede Karte in die passende Spalte.

Kategorien: Kann er selbst · Braucht ein anderes Bauteil

  • Zahlen zusammenrechnen
  • Zwei Werte vergleichen
  • Den nächsten Befehl abarbeiten
  • Der Grafikkarte einen Auftrag geben
  • Viele Zwischenergebnisse bereithalten
  • Fotos jahrelang aufheben
  • Strom aus der Steckdose holen
  • Ein Bild auf dem Bildschirm anzeigen

Deine Aufgabe

Vier Fragen zum Prozessor

Wähle jeweils die richtige Antwort und tippe auf „Prüfen“.

Ich erkläre, was der Prozessor tut und warum er gekühlt wird.

Medien & Informatik Klasse 5 Klasse 6 Bauteile des Computers

Wähle jeweils die richtige Antwort und tippe auf „Prüfen“.

Wofür steht die Abkürzung CPU?

  • Central Picture Upload
  • Central Processing Unit
  • Color Print Unit
  • Computer Power Unit

Warum sitzt auf dem Prozessor ein Kühler mit Lüfter?

  • Der Lüfter erzeugt Strom für ihn
  • Der Lüfter macht ihn leichter
  • Der Lüfter saugt Staub aus dem Gehäuse
  • Er wird bei der vielen Arbeit heiß

Warum nennt man den Prozessor oft den Chef des Computers?

  • Er gibt den anderen Bauteilen Aufträge
  • Er ist das größte Bauteil im Gehäuse
  • Er speichert alle Dateien dauerhaft
  • Er versorgt alle Teile mit Strom

Was hat das Experiment „Rechnen ohne Gedächtnis“ gezeigt?

  • Im Kopf rechnet man immer schneller
  • Mit Zettel kann man gar nicht rechnen
  • Störungen machen keinen Unterschied
  • Zwischenergebnisse muss man woanders ablegen
Für Profis
Heutige Prozessoren haben mehrere Kerne – mehrere Rechenwerke auf einem Chip. So kann der Computer wirklich mehrere Dinge gleichzeitig erledigen, zum Beispiel ein Spiel berechnen und nebenbei Musik abspielen. Das Tempo steht in Gigahertz: 3 GHz heißt ungefähr drei Milliarden Takte pro Sekunde.